Stadtgeschichte von Wolfsburg

Alles Begann 1933 als die Nazinalsozialisten die Idee des Volkswagens verwirklichen wollten und für dessen Produktion einen Standort suchten. Am 17.1.1938 fällte die Reichsstelle für Raumordnung entgültig die Entscheidung für den Standort des neuen Werkes und der damit verbundenen Stadt. Denn für die Arbeiter des Werkes sollte eine neue, nach nazionalsozialistischen Maßstäben geplante, Stadt entstehen. Warum gerade auf die Region die Wahl fiel, hat mehrer Gründe. Das Gebiet war bisher nur dünn besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. In der Näheren Umgebung gab es also nichts, das die neue Industriestadt hätte behindern können. Auch war die geografische Lage in der Mitte Deutschlands ein Vorteil für die künftige Verkehrsanbindung.
Die neue Stadt erhielt zunächst den vorläufigen Namen "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben". Und wurde am 22.6.1938 mit Wirkung zum 1.7.1938 offiziell vom Oberpräsidenten der Provinz Hannover gegründet. Zu diesem Zeitpunkt lebten knapp 900 Personen in drei kleinen Gemeinden.
In den Kriegsjahren wurden allerdings im Werk kaum Volkswagen gebaut, sondern Militärfahrzeuge. Bei
Kriegsende sind 80 Prozent des Werks zerstört, die Stadt trug allerdings kaum Schäden davon.

Seinen heutigen Namen erhielt Wolfsburg erst nach dem 2. Weltkrieg. Der Namensgeber, das Schloss Wolfsburg ist ein Renaissanceschloss, dass die Adelsfamilie von Bartensleben im 16. Jahrhundert erbauen ließ. Die neue Stadtverordnetenversammlung, eingesetzt durch die britische Militärregierung, beschloss am 22.6.1945 die Stadt des Kraft durch Freude Wagens, in "Wolfsburg" umzubenennen. 5 Tage später wurde die Stadt offiziell umbenannt und bekam sein Stadtwappen (goldener Hund über einem Schloss).

Durch den stetigen Aufstieg des Volkswagenkonzerns in die Weltspitze der Automobielkonzerne, wuchs auch die Stadt immer weiter. 1948 waren es 22 000 Einwohner, 1958 bereits 50 000 und 1963 über 85 000 menschen in der Stadt. Die Gebietsreform zum 1.6.1972 für den Raum Wolfsburg, brachte der Stadt einen Einwohnergewinn von über 40 000 und einen Flächenzuwachs von knapp 170 Quadratkilometern. Heute leben in Wolfsburg auf rund 203 Quadratkilometern ca. 123 000 Menschen.

Zwar ist Wolfsburg eine geplante Industriestadt, und kann deshalb keine Altstadt aufweisen, dafür aber engagierte die Stadt immer wieder verschiedene, renommierte Architekten, damit sie der Stadt ein Stückchen Geschichte geben. Das Theater ist das letzte Werk des genialen Hans Scharoun, dass vier Jahre nach seinem Tod, 1976, eröffnet wurde. Das Planetarium wird am 1.12.1983 eröffnet. Es ist ein Symbol der Zusammenarbeit und Gemeinschaftsleistung von Stadt, Volkswagenwerk und Firma Jenoptik aus der DDR.

Der Architekt Peter Schweger gewann 1988/89 die Auschreibung für den Bau des Kunstmuseums, welches 1994 eröffnet wurde. Im Juni 2000 öffnete die Autostadt ihre Pforten. Auf 25 Hektar präsentiert der VW Konzern die Faszination Auto. Jede der Automarken des VW Konzerns präsentiert sich in einem eigenen Pavillion. Im Zeithaus kann man die Entwicklung des Automobils genau verfolgen. Und in allen Bereichen ist das Motto Spaß durch Interaktion berücksichtigt worden.
2002 wird das Badeland wiedereröffnet, nachdem das alte 1999 abgebrannt war. Vom 23.4-10.10.2004 konnten die Landesgartenschau des Landes Niedersachsen besucht werden. Am 24.11.2005 eröffnet die Stadt die Experementierlandschaft "Phaeno", für dessen Bau die avantgardistische Architektin Zaha Hadid engagiert worden ist.